Körper und Geist

Rehabilitation

Körperliche und psychische Gesundheit bemerken wir zumeist erst dann, wenn sie eingeschränkt ist. Plötzlich wird klar, wie selbstverständlich uns bis dahin Gesundheit erschienen ist. Und häufig stellen wir auch erst in diesem Moment fest, wie groß die Bedeutung alltäglicher Handlungen für unsere Lebensqualität ist. Und zwar selbst dann, wenn sie wenig komplex, im gesunden Zustand vielleicht sogar banal und einfach erscheinen.

Auf den gesundheitlichen Aspekt von "Handlungsfähigkeit" fokussiert die Ergotherapie bei der Rehabilitation. Dabei liegt ein grundsätzliches, ganzheitliches Modell zugrunde, das körperliche, psychische, soziale und umweltspezifische Faktoren gleichermaßen berücksichtigt. Das Ziel ist stets die bestmögliche Lebensqualität mit und für den Klienten zu erreichen.

Gesundheit ist ein Weg, der erst entsteht, wenn man ihn geht.

A. Schopenhauer

Ergotherapie in der palliativen Versorgung

weg

 Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben geben.

C. Saunders

Nach diesem Prinzip richten sich alle Berufsgruppen, die in die Versorgung von palliativen Klienten involviert sind - so natürlich auch wir Ergotherapeuten.

Zu den palliativen Klienten zählen diejenigen, die unheilbar schwer erkrankt sind und bei denen nicht mehr die Heilung der Erkrankung im Vordergund steht. Vielmehr wird darauf Wert gelegt, dem letzten Lebensabschnitt so viel Lebensqualität wie möglich zu verleihen.

 

Die Betroffenen leiden nicht nur unter physischen Symptomen wie beispielsweise Schmerzen, Atemnot, geschwollenen Beinen oder Übelkeit und Erbrechen; auch die psychische Belastung spielt für die Klienten und ihre Angehörigen eine wichtige Rolle.

Die Zielsetzungen der palliativen Versorgung werden im interdisziplinären Team (Ärzte, Pflege und Therapeuten) gemeinsam mit Klienten und Angehörigen entwickelt, wobei diese stets an den aktuellen Krankheitszustand angepasst wird. Gerade bei palliativen Klienten ist es besonders wichtig, alle vorhandenen Ressourcen zu nutzen, sodass auch schwer betroffene ihren Alltag möglichst selbstständig und zufriedenstellend meistern können.

Die Ergotherapie übernimmt im Rahmen palliativer Versorgung folgende Aufgaben:

  • Förderung der Selbstständigkeit im Alltag, durch z.B. Versorgung mit Hilfsmitteln
  • Anpassung des Alltags an die aktuelle Situation
  • Erhalt der Fähigkeiten zur Kommunikation
  • Involvierung der Angehörigen in die Behandlung

Hand & Arm

(traumatologisch, postoperativ, rheumatologisch)

Die Hand ist eines unserer wichtigsten Organe. Mehr noch als unsere Sprache beeinflusst sie die Interaktion mit und in unserer Lebenswelt. Die Hand ermöglicht uns zu ertasten, zu spüren, zu greifen, zu verändern und somit aktiv zu handeln (lat.: manipulieren; manus = die Hand). Die Funktionen von Arm, Schulter und Schultergürtel sind dabei grundlegende Voraussetzungen für die Nutzung der vielfältigen und spezifischen Fähigkeiten der Hand.

Schlaganfall und neurologische Erkrankungen

(Ergotherapie nach Schlaganfall, Schädelverletzung, Nervenläsion oder bei neurologischen Erkrankungen)

Eine Schädigung des Gehirns durch einen Schlaganfall oder eine Schädelverletzung, sowie krankheitsbedingte Schädigungen des zentralen oder peripheren Nervensystems führen oft zu Problemen in einem oder mehreren Bereichen:

Ergotherapie im Alter

Mit dem Alterungsprozess des Menschen gehen leider oft, neben "einfachen Zipperlein", auch ernsthafte Erkrankungen einher. Da der gesamte Organismus in diese Entwicklung einbezogen ist, treffen Probleme auch unterschiedliche Systeme:

  • Nervensystem (z.B. Schlaganfall, Morbus Parkinson, Formen der Demenz)
  • innere Organe (z.B. Herzerkrankungen, Diabetes)
  • Muskel- und Skelettsystem (z.B. Arthrosen, chronische Polyarthritis)
  • seelische Erkrankungen (z.B. Depressionen, Apathie, Psychosen, Ängste, Sucht)

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